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1990 - 2000
Aus den Liedern heraus wuchs die Lust, mich auch szenisch
ausdrücken zu können.
Geordnete Theaterschulen waren mir damals ein Greul, die Ergebnisse, die nichts
mit „lebendigem Spiel“ zu tun hatten und oftmals auf Landestheaterbühnen zu
sehen waren, schreckten mich ab. Wie ein Puzzle fuhr ich quer durch Österreich
zu Theaterseminaren, Sprech- und Gesangslehrern. Die Lust an der Darstellung
wuchs. Aber was?
Versuche als Regisseur im Kinder- und Jugendtheater, im
Amateurtheater folgten. Viel Förderung durch Menschen wie Grete und Ekkehard
Schönwiese, Ingo Wampera , Lois Holzer, Charlotte Sengthaler u.a. Die Steiermark
wurde damals mein Theaterdünger. Das Zusammentreffen mit dem Tirol-Berliner
Kabarettisten Silvester Berger war die Initialzündung.
DER SEPP
Ansichten eines Verstopften in einem verstopften Land
Das war das Startkabarett im Dezember 1990. Die
Auseinandersetzung mit Erziehung und Leben in Tirol. Das Kellertheater mit der
Intendantin Eva Fröhlich meine erste Heimat.
Silvester Berger mein Mitautor und Regisseur. Unzählige Male
wurde dieses Stück in Tirol und Österreich, auch die Kabaretthauptstadt Wien
wurde bespielt, aufgeführt.
Gerhard Sexl als Oma
„DER SEPP“ – schrieb die Presse, ist ein kabarettistischer Zerrspiegel der
Tiroler Gesellschaft. Liebe, urige Typen entpuppen sich hinter ihrer Fassade des
freundlichen und liebevollen Mitmenschen als bösartige Kreaturen, als kleine,
alltägliche Monster, die uns als solche gar nicht mehr bewusst sind, weil wir
sie schon so gewohnt sind. Und irgendwie sogar lieben.
DER PAPI
Die Kunst, immer ein Märchenprinz zu sein
Der Papi hatte ein Jahr später, am 3. 11. 1991, unter der Patronanz des
Kellertheaters in der Messehalle Innsbruck Premiere.

Ungeschminkt wird hier ein klassischer Tiroler Hausmacho, der
ja alles zum Besten für seine Mami tut, vorgeführt. Im zweiten Teil des
Programms kommt dann eine Karikatur der Vereinsmeierei auf die Bühne.
HEIMatWEH
Ein heimatliches Heimatabendsolo
Premiere 1993,
Kulturgasthof Bierstindl, Innsbruck.
Regie: Barbara Weber
Ein Programm für Einheimische, denen die Heimat oft fremder ist als die Fremde.
Ein Generalangriff auf Schmerz-Herz-Romantik und den darunter liegenden
Fremdenhass.
Im zweiten Teil eine Hinwendung an Lieder. Stille und lautere
Heimatlieder.

Sexl als
Heimatshowanimatör in der Umwandlung zum „echten“ Einheimischen
MIDLIFEKRISE
Premiere 1995, Kulturgasthof Bierstindl.
Regie: Hermann Schweighofer, Stmk.
Eine Aufarbeitung männlichen und weiblichen
Krisengeschüttels. Mit einem typischen Banker, seine Krise mit aller Kraft
verdrängend und seiner Frau, der Schweizerin, diese Krise mit aller Kraft
aufdeckend.

Putzi, die Bankputzerin
Der Bankier
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